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Steuerlich anerkannte Zinssätze 2016

Steuerlich anerkannte Zinssätze 2016

Verrechnungssteuer, Gewinnsteuer

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat die steuerlich anerkannten Zinssätze für Darlehen in Schweizer Franken wie auch in Fremdwährungen für das Jahr 2016 publiziert. Für CHF-, EUR- und USD-Darlehen bleiben sie im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Vorschüsse oder Darlehen in Schweizer Franken

Für die Bemessung einer angemessenen Verzinsung von Vorschüssen oder Darlehen in Schweizer Franken an Beteiligte oder ihnen nahestehende Dritte oder von Beteiligten oder ihnen nahe stehenden Dritten stellt die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, gemäss Rundschreiben vom 23. Februar 2016 seit dem 1. Januar 2016 auf die folgenden Zinssätze ab:

Für Vorschüsse an Beteiligte oder nahestehende Dritte (in CHF): mindestensaus Eigenkapital finanziert und wenn kein Fremdkapital verzinst werden muss: ¼ %

aus Fremdkapital finanziert: Selbstkosten + ¼ - ½ % (bis und mit CHF 10 Mio. ½ %; über CHF 10 Mio. ¼ %); mindestens ¼ %Für Vorschüsse von Beteiligten oder nahestehenden Dritten (in CHF): höchstensBetriebskredite bis CHF 1 Mio.: bei Handels- und Fabrikationsunternehmen: 3 % ** / bei Holding- und Vermögensverwaltungsgesellschaften: 2 ½ % ** 

Betriebskredite ab CHF 1 Mio.: bei Handels- und Fabrikationsunternehmen: 1 % ** / bei Holding- und Vermögensverwaltungsgesellschaften: ¾ % **** Bei der Berechnung der steuerlich höchstzulässigen Zinsen ist auch ein allfällig bestehendes verdecktes Eigenkapital zu beachten. Es wird hierzu auf das Kreisschreiben Nr. 6 der direkten Bundessteuer vom 6. Juni 1997 betreffend verdecktes Eigenkapital (Art. 65 und 75 DBG) verwiesen, welches auch für die Belange der Verrechnungssteuer und Stempelabgaben massgebend ist.

Für die Berechnung der Limiten sind die Kredite sämtlicher Beteiligten und nahestehender Personen zusammen zu zählen. Diese Zinssätze gelten als „safe haven“.

Der Nachweis höherer Zinssätze im Drittvergleich bleibt vorbehalten.

Vorschüsse oder Darlehen in Fremdwährungen

Für die Bemessung einer angemessenen Verzinsung von Vorschüssen oder Darlehen in fremden Währungen an Beteiligte oder ihnen nahe stehende Dritte oder von Beteiligten oder ihnen nahe stehenden Dritten stellt die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben gemäss Rundschreiben vom 24. Februar 2016 seit dem 1. Januar 2016 auf die in einer Tabelle publizierten Zinssätze (Richtwerte) ab. Diese basieren einerseits auf den 5-jährigen SWAP-Sätzen und andererseits auf der Rendite von langfristigen Anlagen wie Industrieobligationen. Gemäss Rundschreiben gelten für Vorschüsse oder Darlehen in EUR und USD die folgenden Zinssätze:EUR: 1%

USD: 2.25%  Die Zinssätze gemäss Tabelle sind folgendermassen anwendbar:

Für Vorschüsse oder Darlehen an Beteiligte oder nahestehende Dritte

Liegt der Zinssatz der fremden Währung unter dem Zinssatz gemäss dem Rundschreiben der ESTV betreffend steuerlich anerkannte Zinssätze 2016 für Vorschüsse oder Darlehen in Schweizer Franken vom 23. Februar 2016, so ist mindestens der entsprechende Zinssatz für Schweizer Franken zu berücksichtigen.

Diese Zinssätze sind für Vorschüsse oder Darlehen an Beteiligte oder ihnen nahestehende Dritte gültig, sofern sie aus Eigenkapital finanziert sind.

Ist die Gesellschaft oder Genossenschaft verzinsliche Verpflichtungen eingegangen, sind Vorschüsse oder Darlehen an Beteiligte oder ihnen nahestehende Dritte im Umfang der verzinslichen Verpflichtungen zu den Fremdkapitalzinssätzen zuzüglich eines Zuschlags von ½ %, mindestens aber zu den im vorliegenden Rundschreiben angegebenen Zinssätzen, zu verzinsen.

Für Vorschüsse oder Darlehen von Beteiligten oder nahestehenden Dritten

Im Sinne einer „safe haven“-Lösung gelten die Zinssätze auch für verzinsliche Verpflichtungen in fremden Währungen. Liegt der Zinssatz der fremden Währung unter dem Zinssatz gemäss dem Rundschreiben der ESTV betreffend steuerlich anerkannte Zinssätze 2016 für Vorschüsse oder Darlehen in Schweizer Franken vom 23. Februar 2016, so ist eine Verzinsung bis zur Höhe des Zinssatzes für Schweizer Franken steuerlich zulässig.

Es ist jedoch möglich, höhere Zinsen aufgrund des Drittvergleichs geltend zu machen. In diesem Fall ist zusätzlich der geschäftsmässig begründete Nachweis zu erbringen, weshalb keine Verpflichtung in tiefer verzinsliche Schweizer Franken eingegangen wurde.

Bei der Berechnung der steuerlich höchstzulässigen Zinsen ist auch ein allfällig bestehendes verdecktes Eigenkapital zu beachten. Es wird hierzu auf das Kreisschreiben Nr. 6 der direkten Bundessteuer vom 6. Juni 1997 betreffend verdecktes Eigenkapital (Art. 65 und 75 DBG) verwiesen, welches auch für die Belange der Verrechnungssteuer und Stempelabgaben massgebend ist.

Für die Bewertung von Unternehmen

Um den für die Bewertung von Unternehmen massgebenden Kapitalisierungszinsfuss festzulegen, ist zu den nachfolgenden Zinssätzen ein Zuschlag von 40 – 50 % vorzunehmen. Der Zuschlag beträgt aber in jedem Fall mindestens 5 %. Da der Zinssatz für Bewertungen ab 2004 für den japanischen Yen (JPY) tiefer als der Zinssatz für Schweizer Franken ist, respektive war, werden die entsprechenden Zinssätze in der Tabelle separat angegeben.